Kann ich die Grunderwerbsteuer sparen, indem ich meine Immobilie erst an eine Personengesellschaft übertrage und diese dann in eine GmbH umwandel?

Der Verkauf einer Immobilie von privat an die eigene GmbH löst Grunderwerbssteuer aus. Es gibt jedoch einen Weg dies indirekt zu tun. Allerdings ist es nicht einfach:

Das ganze funktioniert dann nur in mehreren Schritten:

Zunächst bringt man die private Immobilie in eine GbR ein, die man dann in eine GmbH & Co KG umwandelt. Dies kann gewerbesteuerfrei erfolgen, wenn eine fünfjährige Behaltensfrist eingehalten wird. 

In dieser Zeit zahlt man weiterhin Einkommenssteuer, da die KG steuerlich transparent ist und der Steuersatz der Gesellschafter gilt. Als Folge generiert man nun Einkünfte aus Gewerbebetrieb § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG. 

Am Ende dieser 5-jährigen Behaltensfrist kann ich nun die KG im Rahmen eines Formwechsels in eine GmbH wandeln. Dieser Formwechsel stellt grunderwerbsteuerlich ein Nullum dar. Allerdings muss ich auch hier wieder einen Zeithorizont von 2-6 Jahren einhalten.

Insgesamt dauert dieser Weg also mindestens 7 Jahre, in denen ich weiterhin EkSt zahle und noch nicht von der erweiterten Gewerbesteuerkürzung in der GmbH profitiere, die zu einem effektiven Steuersatz von 15,54% führt. 

Am Ende ist es daher meistens billiger die Grunderwerbssteuer zu zahlen und sofort vom niedrigen Steuersatz zu profitieren anstatt den oben beschriebenen Weg zu gehen.